AB 10_2.2
Thema: Fettfallen – wo sind sie?

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Speck, Schweinshaxe oder Schmalzkuchen – jeder Mensch weiß, dass diese Speisen fettig sind. Viele Lebens- und Genussmittel lassen uns jedoch nicht so schnell an die Aufnahme von Fett denken, wenn wir sie verzehren.

Die Liste neben dem folgenden Diagramm (Abb. AB 10_2.2-2) enthält 26 verschiedene Lebens- und Genussmittel, die alphabetisch geordnet sind. Beim Lesen der Liste sollte auffallen, dass jeweils immer eine bestimmte Menge angegeben wird und nicht wie in ähnlichen Auflistungen durchgehend 100g als Maßstab genommen wird.
Die Menge orientiert sich an dem, was man in Bezug auf das jeweilige Lebens- und Genussmittel in der Regel wirklich zu sich nimmt. Man isst z.B. nicht 100g eines „Hamburgers“, sondern ein Hamburger wiegt im Durchschnitt 135 Gramm. Also ist dieser Wert von Bedeutung. Die verschiedenen Mengen entsprechen also jeweils der Größe einer Portion.

Das Diagramm zeigt den Fettgehalt der in der Tabelle genannten Lebens- bzw. Genussmittel – jeweils orientiert an der in der Tabelle genannten Portionsgröße. Die verschiedenen Nahrungsmittel sind in der Abbildung demnach entsprechend ihres Fettgehaltes pro Portion sortiert.

FettfallenQuelle: pixabay

Abb. AB 10_2.2-1 Hamburger

IconAufgabe
  1. Welche Portion Lebens- und Genussmittel hat wohl den höchsten Fettgehalt und welche den geringsten?
    Stelle eine Rangfolge her, indem du die Zahlen 1-26 aus dem Diagramm zuordnest. Die Lösung findest du weiter unten.
Fettfallen

Abb. AB 10_2.2-2
Fettgehalt von 26 Lebens- und Genussmitteln unter Berücksichtigung von Verzehrverhalten
Datenquellen: http://das-ist-drin.de/ und Herstellerseiten

IconAufgabe
  1. Der erste Gedanke bei der Betrachtung des Diagramms könnte sein, dass die Aufnahme von Lebens- und Genussmittel mit sehr geringem Fettgehalt grundsätzlich nichts mit der Speicherung von Fett im Körper zu tun hat.
    Begründe, warum dieses nur bedingt richtig ist.
    Einen Hinweis darauf, warum das nicht so ist, findest du im AB 1_2.1 „Kohlenhydrate – etwas genauer betrachtet“, Stichwort: Energie.
  2. Der absolute Fettgehalt eines Lebens- oder Genussmittels ist wichtig. Aber bedeutsam wird dieser Wert erst in Zusammenhang mit dem täglichen Fettbedarf. Der am häufigsten genannte Wert sagt aus, dass ein Erwachsener etwa 60 – 80 g Fett pro Tag zu sich nehmen sollte. Dieser Wert ist natürlich sehr verallgemeinernd, da der Fettbedarf eines Mensch von vielen Faktoren abhängig ist: Alter, Geschlecht, Aktivitäten etc.
    Wie viel Fett wir am Tage benötigen, ist Grundlage für die Berechnung der sogenannten Fett-Bedarfsdeckung.
    Berechne für einzelne im Diagramm aufgeführte Lebens- und Genussmittel, zu wie viel Prozent sie den täglichen Bedarf eines Menschen in Hinblick auf Fett abdecken. Gehe dabei der Einfachheit halber von einem Bedarf von 70g Fett pro Tag aus.
    Rechenhilfe für den Taschenrechner:
    Fettgehalt in g x 100 : 70 = Fettbedarfsdeckung pro Tag in %
    Die Lösung findest du weiter unten.
  3. Überprüfe einen Tag lang, wie viel Fett du mit deiner Nahrung (Lebens- und Genussmittel) zu dir nimmst und berechne die Fettbedarfsdeckung. Übersehe dabei nicht die Kleinigkeiten, die man so mal eben zwischendurch zu sich nimmt!
    Vergiss auch nicht, einen Blick auf die Kohlenhydrate zu werfen (siehe Aufg.2).
    Daten zu Lebens- und Genussmitteln, auch für ganze Speisen findest du im Internet (Herstellerseiten, Seiten für spezielle Produktanalysen, Kochseiten) oder in einem Fachbuch (Ernährungsbuch, Kochbuch).
    Bei gekauften und verpackten Lebens- und Genussmitteln müssen die benötigten Werte angegeben sein.

 

Lösung Aufg. 1 – 3:

zu 1.

 

Fettfallen

Abb. AB 10_2.2-2 
Lösung: Fettgehalt von 26 Lebens- und Genussmitteln unter Berücksichtigung von Verzehrverhalten

zu 2.
Überflüssige Kohlenhydrate werden im Stoffwechsel u.a. in Fettsäuren umgewandelt, die dann in die Fettzellen transportiert und dort als Speicherfett „abgelegt“ werden

 

 

zu 3.

Abb. AB 10_2.2-3 Lösung: Fettgehalt und Fett-Bedarfsdeckung

 

 

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